umBAU Geflüster Juli

Liebe Interessierte,
am 27.06.2017 hat der Gemeinderat tatsächlich das 12 Punkte Programm zum Wohnen für Mannheim (unter besonderer Berücksichtigung der Schaffung zusätzlichen preisgünstigen Mietwohnraums) beschlossen!!!!!!!! Unser und euer Einsatz hat sich gelohnt!
Eine unserer letzten Arbeiten lag in der Unterstützung des sehr erfolgreichen Turleyfestes.

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Über 1000 BesucherInnen, vor allem – darüber haben wir uns ganz besonders gefreut – viele AnwohnerInnen und nächste Nachbarn vom Gebiet rund um den Ulmenweg, An den Kasernen und aus dem Wohlgelegen haben bei schönem Wetter ein sehr entspanntes Fest auf dem Turleyplatz genossen. Nach Abzug aller Kosten sind alleine durch den (schon fast schweißtreibenden!) Kaffee- und Kuchenverkauf über 880€ in die Kasse des neugegründeten Kulturley Vereins geflossen, der in Zukunft allen an der inhaltlichen und kulturellen Stadtteilentwicklung Interessierten einen Rahmen bieten soll. Vielen Dank allen SpenderInnen der Kuchen!!

Danke auch an die Jugendabteilung des DAV, die wir wieder fürs Kistenklettern und  für die Seilsicherung gewinnen konnten. 

Unsere kritische Ausstellung „Preisgünstiges Bauen auf den Konversionsflächen“ war gut besucht.

Bei vier Führungen durch unser Haus wurde die große öffentliche Aufmerksamkeit, die das Thema günstiger Mietwohnraum in Mannheim hat, noch einmal deutlich. Wir haben versucht, das teilweise schwer verständliche 12- Punkte Programm noch einmal darzustellen und welchen Meilenstein seine kürzliche Verabschiedung durch den Mannheimer Gemeinderat bedeutet.

Das Turleygelände ist ein gutes Beispiel dafür: was hätte sein können, wenn der Mannheimer Gemeinderat bereits zu Beginn der Konversion eine 30%ige Sozialquote verabschiedet hätte? Glaubt wirklich jemand, es hätte dann keine Investoren gegeben? Im Neubaugebiet Gutleutmatten in Freiburg (50% Sozialquote) stehen die Investoren Schlange.

Während jetzt – bereits einige Monate nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts – nur wenige Neubauten von Homerun bezogen sind (??), die Baustellen im Bereich Baufeld 4 (Tom Bock) auch nur langsam vorangehen, gleichzeitig bei unseren Führungen immer wieder die Fragen kommen „Habt Ihr noch Platz?“ „Macht Ihr nochmal was Neues?“ – da stellt sich schon die Frage, ob die Stadt ihre Planungen bezüglich der letzten Flächen auf Turley nicht noch einmal überdenken sollte!

Bei nur 50 preisgünstigen Mietwohnungen von 650 auf ganz Turley (die drei Projekte des Mietshäuser Syndikats) macht ein „Weiter So“ der MWSP Politik angesichts des offensichtlich anders gelagerten Bedarfs doch überhaupt keinen Sinn! Gerade jetzt, wo durch die Verabschiedung des 12- Programms ein Paradigmenwechsel zumindest eingeläutet worden ist, sollten auch die noch nicht begonnen Flächen noch einmal zur Diskussion gestellt werden. 50 Preisgünstige Mietwohnungen auf den 13 Ha von Turley sind einfach als Bilanz zu wenig, auch Franklin reißt dieses Manko nicht raus. Und „soziale Durchmischung“ sieht anders aus.

Auf jeden Fall sollte bereits bei den noch ausstehenden Bebauungen des Turleygeländes das 12- Punkte Programm als Grundlage dienen, angesichts des entstandenen Ungleichgewichts auf Turley sollten sich alle Investoren mindestens daran halten! 

Auch außerhalb Mannheims wächst das Interesse an unserem Modell weiter.
Im Juni hatte die GAL Weinheim anlässlich der geplanten Bebauung des Gebietes „Allmendäcker“ zu einer Veranstaltung geladen, auf der wir mit dem Weinheimer Syndikatsprojekt Templerhaus auftraten. Für August hat uns die Stadt Speyer eingeladen.
Außerdem haben wir es noch geschafft, die geplante Terrasse vor unserem Gemeinschaftsraum in Angriff zu nehmen..

Alles in allem (12 Punkte Programm verabschiedet und das Projekt Esperanza  auf Franklin auf dem Weg!) starten wir zufrieden in die Sommerpause! 

Herzliche Grüße von uns allen!

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Am 27. Juni ab 16 Uhr steht im Mannheimer Gemeinderat endlich die Entscheidung über ein 12-Punkte-Programm zum Wohnen für Mannheim an!

Wir bitten Euch, diese für Mannheims Wohnungspolitik wichtige Petition zu unterstützen:

https://www.openpetition.de/petition/online/12punktewohnen

denn:
am 27. Juni ab 16 Uhr steht im Mannheimer Gemeinderat endlich die Entscheidung über ein 12-Punkte-Programm zum Wohnen für Mannheim an. Kernpunkte des Entwurfes für ein Wohnungsbauprogramm sind die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum – insbesondere von preisgünstigem Mietwohnraum. Mietpreise von 7,50 € sozial gefördert im Neubau, dauerhaft gesichert mit Modellen wie dem Mietshäusersyndikat und unter Kontrolle der Stadt mit Erbbaurechtregelungen  sind hier angedacht.

Zuvor hatten sich auf Einladung der Gemeinderatsfraktionen von SPD und GRÜNE und der Gemeinderatsgruppe der LINKEN haben sich am 15. Mai außer VertreterInnen der drei Parteien auch Akteure der Linksjugend solid und der Grünen Jugend, VertreterInnen von Wohlfahrtsverbänden (AWO, pro familia), Mieterverein und Wohnungsinitiativen und Wohngruppen getroffen. Ziel war es auszuloten, wie gesellschaftliche Unterstützung für die im Gemeinderat vorliegende Beschlussvorlage „Wohnungspolitische Strategie und 12-Punkte-Programm zum Wohnen für Mannheim (unter besonderer Berücksichtigung der Schaffung zusätzlichen preisgünstigen Wohnraums)“ organisiert werden kann.
Mit der Online Petition möchten wir die 2400 Personen Marke noch knacken. Das ist machbar, aber dazu brauchen wir weitere Kreise als bisher! Wir bitten Euch hier aktiv zu werden.Das Erreichen der Marke bedeutet Vorlage beim Gemeinderat und stellt eine wirksame – auch öffentlich wirksame – Unterstützung unserer Forderung dar .
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten würde dadurch in der Mannheimer Wohnungsbaupolitik ein sozialeres, gerechteres Bauen ermöglicht und verankert.
Statt den Markt einfach so weiter machen zu lassen (ständig steigende Mietpreise, Segregation und Gentrifizierung) brauchen wir in Mannheim beim Wohnen andere Verhältnisse!

Bestimmte Fraktionen im Gemeinderat (zB. FDP/CDU/ML/LKR etc.) blockieren (aus Klientelpolitik?) diese dringend benötigte Reform.
Daher soll auch vor der Sitzung flashmob stattfinden:
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Bitte schafft Öffentlichkeit und helft der Petition auf die Sprünge!

Preiswerter Wohnraum für alle! Stabile, sorgenfreie Wohnverhältnisse! Durchmischte Stadtteile! Beendigung der Spekulation und des Ausverkaufs Mannheimer Bodenflächen ohne Ziel und Bindung!

Weitere Infos über die facebookseiten des „Mannheimer Bündnis preiswertes Wohnen“:

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Fußweg auf Turley erinnert an Kriegsdienstverweigerer

Beitrag von cki, veröffentlicht im Kommunalinfo

Im Zuge der Bebauung des Areals der ehemaligen Turley Kaserne ist ein kleiner Fußweg zwischen dem Wohnprojekt Umbau Turley² und dem Wohnheim der Johannes Diakonie entstanden. Er führt von der Fritz-Salm-Straße zum zukünftigen Quartierspark, wo sich aktuell noch eine Baustelle und das Materiallager der Baufirmen befindet. Der Weg wurde im Rahmen einer Feier am Montag, 15. Mai 2017 nach dem Kriegsdienstverweigerer André Shepherd benannt. Eingeladen hatte das Wohnprojekt Umbau Turley², auf deren Grundstück sich der Weg befindet.

André Shepherd, der bei der Veranstaltung zugegen war, desertierte 2007 kurz vor seinem zweiten Marschbefehl in den Irak Krieg. Er floh aus einer Kaserne, versteckte sich bei Bekannten in Deutschland und stellte einen Asylantrag. Dieser wurde abgeleht, seitdem kämpft er mit Unterstützung des Vereins Connection e.V. juristisch dagegen an.

Neben VertreterInnen des Wohnprojekts, des Friedensplenums und des Vereins Connection, hielt André Shepherd bei der Veranstaltung selbst eine Rede. Interessanterweise identifizierte er sich mit dem Soldaten Samuel Turley, nach dem die ehemalige Kaserne von der US-Armee nach 1945 benannt wurde. Turley fiel bei der Invasion in Frankreich, bei einem Panzergefecht mit der Wehrmacht in der Nähe von Metz. André Shepherd betonte, dass er wie Turley für Ideale stehe, für die es sich zu kämpfen lohne – ein freies und selbstbestimmtes Leben, für Hoffnung und Wohlstand. Doch seit 9/11 sei die US-amerikanische Politik eine andere geworden. “Böswillige Kräfte” hätten die Macht übernommen. Die Angriffskriege, wie gegen den Irak, seien “verbrecherische Handlungen” und der Beginn einer Destabilisierung der Region gewesen, die al-Qaida und den IS erst groß gemacht haben.

Günter Bergmann sprach für das Wohnprojekt Umbau Turley² und erläuterte die Motivation, den Fußweg, der sich auf ihrem Privatgelände befindet, jedoch für die Öffentlichkeit frei gegeben ist, nach dem Deserteur zu benennen. Die Ehrung eines Kriegsdienstverweigerers sei auch im Rahmen der Konversion zu betrachen, der Veränderung der ehemals militärischen Flächen hin zur zivilen Nutzung.

Ahmed, ebenfalls Bewohner des Wohnprojekts, hielt eine weitere Rede. Er berichtete von seinem Leben vor dem syrischen Bürgerkrieg in Raqqa. Als der Krieg begann, drohte ihm, entweder für das Assad-Regime oder für den IS kämpfen zu müssen. Um dem Kriegsdienst zu entgehen, floh er mit seiner Familie und kam so nach Deutschland.

Mit dieser Geschichte schloss sich ein Kreis. André Shepherd und Ahmed reichten sich symbolisch die Hände und brachten gemeinsam das Namensschild des Weges an, auf dem auch eine Erläuterung zu lesen ist “André Shepherd Weg – Ex US-Soldat des Irakkrieges, der in Deutschland als 1. Deserteur politisches Asyl beantragte“.

 

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Das 12 PUNKTE PROGRAMM jetzt in Mannheim durchsetzen!

Die Miete ist für Viele die Hälfte oder ein Drittel des Lohns, Tendenz steigend!

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Die Stadt Mannheim hinkt hinterher! Während andere Städte längst eine Quotenregelung für sozialen Wohnungsbau mit bezahlbaren Mieten und/oder dauerhaft gesichertem günstigem Mietwohnraum praktizieren – in Mannheim wird noch diskutiert und im Gemeinderat palavert:

  • obwohl jede/r sehen kann, dass es viel zu wenig günstigen Wohnraum gibt und selbst der vorhandene immer weniger wird;
  • obwohl auch in der Sondersituation Konversionsflächen (immerhin standen hier 3,5 % des Gemeindegebietes für Planungen zur Verfügung!) noch nicht einmal das an sozial günstigem Wohnraum gebaut wird, was laut Stadtverwaltung aufgrund der heutigen Zahlen benötigt wird;
  • obwohl die teuren Mieten in der Stadt viele Menschen zwingen, hinaus an den Rand zu ziehen, dadurch die soziale Segregation in arme und reiche Stadtteile weiter voranschreitet;
  • obwohl die Angebotsmieten bei Neuvermietung in Mannheim inzwischen im Durchschnitt bei 9,93€ liegt;
  • obwohl also klar ist, der Markt wird es eben nicht richten, er ist allenfalls dabei, die günstigen Wohnungen hinzurichten;
  • obwohl also nach Anträgen der Linken, der SPD und der Grünen die Stadtverwaltung im Auftrag des Bürgermeisters inzwischen eine Beschlussvorlage erarbeitet hat, die in 12 Forderungen endet, nach der in Zukunft in Mannheim ein neues Grundstücksvergaberecht endlich dafür sorgen soll, dass sozial und gerecht gebaut wird (12- Punkte Programm siehe „VIII. Beschlussvorschlag: Punkte-Programm zum Wohnen“ auf Seite 40 und 41):

Trotz alldem: im Mannheimer Gemeinderat wird gemauert!

Die CDU will Einfamilienhäuschen bauen. Auch, wenn der aktuelle Wohnbedarf natürlich nie dadurch zu decken ist – wohl dem, der sich so etwas leisten kann! Hier positioniert sich die Mannheimer CDU offen weit weg vom C im Anspruch! Die FDP will eigentlich gar nicht in den Markt eingreifen, sieht keinen Handlungsbedarf, sorgt sich eher „um den sozialen Unfrieden im Haus, wenn 30% sozialer Wohnraum im Haus von den Anderen mitfinanziert werden müsste“ (O-Ton Sitzung AUT Mannheim 31.1.2017!). Also ein ganz merkwürdiges Verständnis von gesellschaftlicher Solidarität! Ablehnung auch von der ML und der LKR (früher Alfa).

Dies alles in Einklang und Übereinkunft mit den Großverdienern der Mannheimer Bauwirtschaft, siehe unten!

Die Situation:
23 Ja Stimmen (Linke/Grüne SPD) gegen 22 Nein Stimmen (CDU/ML/FDP/LKR). Dann gibt es noch 3 Einzelstimmen und die des OB.

Im Juni wird über das 12 Punkte Programm im Gemeinderat abgestimmt, von dem jeder, der sich damit auskennt, sehr viel soziale Qualität und einen gerechteren Wohnungsbau in Mannheim erwartet. Endlich!

Jahrzehntelang galt in Mannheim die Direktive vom „hochwertigem Bauen“, was leider allzu oft Bauen im Sinne des Investors bedeutet, der natürlich mit höheren Mieten seine Geldgeber besser befriedigen kann, im Sinne der Banken, die für Objekte mit höheren Mieteinnahmen auch gerne mehr Kredite geben, und aller, die möglichst viel Rendite machen wollen.

Auf der Strecke bleiben dabei die Mieter, die das, was dabei rauskommt nicht mehr bezahlen können!

Das 12- Punkte Programm würde sozial orientierten Investoren, die nachweisen können, dass sie nicht nur momentan günstige Mieten anbieten, sondern diese auch dauerhaft garantieren können einen günstigeren Zugang zu Grundstücken der Stadt ermöglichen. Damit könnten Mietpreise baubar und erzielbar werden, die auch Geringverdiener sich leisten können. Das auch in Stadtteilen wie Feudenheim oder Oststadt!

Sogar herkömmliche, sprich gewinnorientierte Investoren müssten immer auch 30% sozial günstigen Wohnraum mitbauen.

Hier muss natürlich durch das 12- Punkte Programm sichergestellt werden, dass solche preisgünstigen Vergaben seitens der Stadt an langfristige Bindungen geknüpft sind: die im sozialen Wohnungsbau üblichen 10, 15 oder 25 Jahren sind viel zu kurz, laufen viel zu schnell aus!

Baulöwen argumentieren gerne, mit einer solchen Quotierung würden die Investoren abwandern (Zitat Diringer u. Scheidel im Mannheimer Morgen am 29.4.17).

Erfahrungen aus anderen Städten beweisen das Gegenteil. Trotz einer 50%igen Sozialquote rennen die Investoren in Freiburg der Stadt um dortige Neubauflächen die Büros ein. Das Neubaugebiet Gutleutmatten war – was die Investoren angeht – mehrfach überbelegt!

Was können Sie tun?

Informieren Sie sich über die Ideen, die hinter dem in Mannheim erarbeiteten 12 – Punkte- Programm stecken!
Mehr dazu finden Sie hier: 12- Punkte Programm (siehe „VIII. Beschlussvorschlag: Punkte-Programm zum Wohnen“ auf Seite 40 und 41

  • Sorgen Sie mit Ihrer Stimme dafür, dass Mannheimer Kommunalpolitiker endlich mit einer sozialen Wohnungspolitik zum Handeln kommen!
  • Nehmen Sie Einfluss, schreiben Sie an die bisherigen Gegenstimmen und die Unentschlossenen! Diskutieren Sie mit Ihren Nachbarn, tragen Sie diese Diskussion in Ihren Sportverein, Ihre Gesangsgruppe oder Ihren Doppelkopfabend.
  • Es gibt jetzt eine reelle Chance hier etwas zu verändern – der Bundestagswahlkampf wirft seinen Schatten voraus: machen Sie Druck, wenn Sie mit den steigenden Mietpreisen in Mannheim nicht zufrieden sind!
  • Wohnen ist ein Menschenrecht und Wohnen muss bezahlbar sein.
  • Mieten müssen dazu auch mit einem geringen Einkommen dauerhaft und ohne Sorgen finanzierbar sein!
  • Nicht irgendwo am Stadtrand sondern auch mittendrin, „in bester Lage!“.
  • Auch wenn Sie selbst in einer bezahlten Eigentumswohnung leben: bessere Lebensqualität in der Stadt finden Sie in gut durchmischten Stadtteilen!
  • Für dauerhaft gesicherten sozialen Wohnungsbau in Mannheim!
  • Keine Veräußerung des städtischen Tafelsilbers an den Meistbietenden!
  • Grundstücke und Gebäude in Erbpacht zu geringem Zins an soziale Investoren!
  • Zum Beispiel auch an Projekte des Mietshäuser Syndikats oder sich sozial verpflichtende Genossenschaften!

 

UmBAU² Turley , 1. Mai 2017

 

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PS.: Von 650 auf dem Konversionsgelände Turley neu erstellten Wohnungen sind ganze 50 als sozial günstig einzustufen. Es handelt sich um die 3 Projekte des Miethäusersyndikats.

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umBau Geflüster April 2017

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Grünes Frühlingsgefühl
Einige der schönen Tage haben wir schon genutzt: die Balkone und Terrassen werden nach und nach in Eigenleistung fertiggestellt und rund um unser Haus beginnt es sich dank unserer Grün AG tatsächlich zu färben. Sollte noch jemand ein paar Stauden, Gräser, Bäume…. zu viel haben – wir sind frohe AbnehmerInnen! Auch wenn im weiteren Umkreis noch eine Baustelle die andere jagt – hier bei uns stellt sich schon ein Stück grünes Frühlingsgefühl und Normalität ein. So normal wie es eben in so einem Projektalltag sein kann.

Fritz Salm Strassenfest
Am kommenden Samstag, dem 22. April ab 15 Uhr feiern wir auf Turley – zusammen mit vielen Initiativen und Parteien, die Einweihung unserer Straße, die nach dem Mannheimer Widerstandskämpfer Fritz Salm benannt wird (Autor von „Im Schatten des Henkers“ erschienen 1979). 
 
André Shepherd ist unser Gast
Am Montag, 15. Mai um 18:30 Uhr, dem internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung benennen wir den kleinen Weg hinter unserem Haus in André Shepherd Weg!
André Shepherd ist ehemaliger GI der US Armee im Irak Krieg. Wegen der Kriegsgräuel desertiert hat er in Deutschland einen Asyl Antrag gestellt. André wird unterstützt von dem Verein Connection e.V. und ist 2015 Träger des pro Asyl Menschenrechtspreises.
Laudatio für Andre Shepherd
Ein Gericht in München hat im Januar 2017 den Antrag zwar abgelehnt – André führt seinen Kampf jedoch weiter. Nicht zuletzt angesichts der schrecklichen Mega Bombe in Afghanistan und unserer aus Syrien geflohenen MitbewohnerInnen hat sein Kampf für uns andauernde Aktualität.
Wir sind sehr froh über seine Zusage zur Namensgebung und erwarten ihn auch an diesem Abend als Gast! Wir konversieren hiermit endgültig das ehemalige Kasernengelände in ein Nicht – Militärisches, Anders – Denkendes!
Wir freuen uns, wenn viele an diesem Abend mit dabei sind!

Sozialer Wohnraum!!
Außerdem unterstützen wir am Runden Tisch weiterhin die Infrastruktur für neue weitere Wohnprojekte des Mietshäuser Syndikats in Mannheim. Bei den aktuellen Preisvorstellungen der MWSP ( Mannheimer Entwicklungsgesellschaft der Konversionsflächen) werden überhaupt nur weitere Projekte mit günstigen Mietpreisen entstehen können, wenn es gelingt, im Mannheimer Gemeinderat eine Mehrheit für eine im März vorgestellte Beschlussvorlage der Stadtverwaltung zu erreichen. 
Hier sehen wir unsere Modelle als sehr gute Beispiele, wie sozial günstiger Wohnraum gebaut, aber vor allem auch sehr langfristig gesichert werden kann.  Angesichts der viel zu geringen Anzahl an günstigen Wohnungen – auf den Konversionsgeländen, aber auch sonst in Mannheim – ist es ein Debakel, dass im Gemeinderat die Umsetzung des hier am Ende genannten 12- Punkte Programms verhindert wird (siehe „VIII. Beschlussvorschlag: Punkte-Programm zum Wohnen“ auf Seite 40 und 41) Hier blockieren die CDU, die FDP, Alpha und noch einige Splitterer mit einer knappen Mehrheit einen wirklichen Durchbruch in eine andere Mannheimer Wohnungspolitik.

Zum Vormerken:
6. Mai: von 14 bis 22 Uhr: Unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt“ findet wieder das große Max-Joseph-Straßenfest statt
15. Juli: Sommerfest mit Bühne, Musik und Aktionen auf dem Turley-Platz! Die Planung läuft auf Hochtouren, wir berichten in einem nächsten umBAU Geflüster.

Und sonst:
Wer noch nach einer sinnvollen Geldanlage sucht: Informationen zu Direktkrediten geben wir gern persönlich, Kontakt: Cilli Bauer cilli.bauer@umbau-turley.de; Simon Bartl-Zuba simon.bartl-zuba@umbau-turley.de; Tel: 0621-43622309.

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Fritz Salm Strassenfest am 22. April 2017

Kundgebung zur feierlichen Einweihung der Fritz-Salm-Straße    17309223_1270779816338673_6065112394993758724_n

auf der Kreuzung Fritz-Salm-Straße / Marinne-Cohn-Straße

auf dem Areal der ehemaligen Turley Kaserne

Zur Einweihung der Fritz-Salm-Straße findet am 22. April 2017 ein Straßenfest auf der Kreuzung Fritz-Salm-Straße/Marianne-Cohn-Straße statt. Der Gemeinderat hatte 2014 beschlossen, die Straßen auf dem Areal der ehemaligen Turley Kaserne nach WiderstandskämpferInnen zu benennen, darunter eine auf Vorschlag der VVN-BdA und auf Antrag von Grünen und Linken nach Fritz Salm, der in den 1930er Jahren als Mitglied des Kommunistischen Jugendverbands in der Neckarstadt gegen den Nazi-Terror Widerstand leistete.
 
Neben Musik, Redebeiträgen, einer Lesung und Filmbeiträgen zum Thema, wird im Rahmen der Veranstaltung auch eine Gedenktafel für den Mannheimer Antifaschisten und Widerstandskämpfer Fritz Salm aufgestellt.
 
Für kalte Getränke, Kaffee und Kuchen am Nachmittag sowie Salate und Gegrilltes am Abend ist gesorgt.

Fritz Salm Ende der 70er Jahre, Foto: Heinz Krüger

Programm

  • Moderation: Markus Sprengler & Klaus Dollmann
  • Grußworte von Prof. Dr. Ulrich Nieß (Leiter des Stadtarchiv Mannheim), Gerhard Fontagnier (Bündnis 90/Die Grünen) und Thomas Trüper (Die Linke)
  • Fritz Reidenbach (VVN-BdA) spricht zum Leben und politischen Wirken von Fritz Salm
  • Michael Timmermann liest aus dem Buch „Im Schatten des Henkers“
  • Filmbeiträge zu Fritz Salm und dem antifaschistischen Widerstand in Mannheim
  • Musik: Bernd Köhler und der Chor Gegenwehr, Metulski (Liedermacher) und Arkestra Convolt (Weltmusik global, quer, instrumental)
  • Infostände, kühle Getränke, Kaffee & Kuchen, Gegrilltes & Salate am Abend

Fritz SalmVeranstalter: Vorbereitungskreis Fritz-Salm-Straßenfest, unterstützt von AK Antifa Mannheim, Bündnis 90/Die Grünen KV Mannheim, Die Linke KV Mannheim, DKP KV Mannheim, JUZ Friedrich Dürr, SJD-Die Falken KV Mannheim, VVN-BDA KV Mannheim sowie die Wohnprojekte Dreizehn Hektar Freiheit, SWK und UmBau² Turley.

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Das ist unser Haus

Für alle, die bei unserem gutbesuchten und spannenden Abend im Odeon nicht da sein konnten: hier der Link zum Film „Das ist unser Haus!“, er erläutert das solidarische Modell des Mietshäuser Syndikats (syndikat.org), mit dem sich auch finanzschwache Gruppen bezahlbare Räume in Gemeineigentum nachhaltig sichern können.
„Das ist unser Haus!“ ist ein Film der Autoren und Produzenten Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle und Holger Lauinger. Die Produktion wurde mit Hilfe des SEELAND Medienkooperative e.V. realisiert.

 

 

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umBAU Geflüster November 2016

Das Jahr geht mit Riesenschritten dem Ende entgegen und…..

… seit 5 Tagen ist unsere zweite syrische Familie vollständig!!! Wir freuen uns riesig, dass Ahmad´s Frau Reem und die kleine Tochter Ghazel ihre Odysse beenden konnten und es aus der Türkei hierhergeschafft haben! Dadurch sind jetzt – wie geplant – die beiden jüngeren Brüder Ahmads (Yasser und Wissam), nette, sehr gut deutsch sprechende Jungs (23 Student/ Schüler17) wieder auf Wohnungssuche. Wer etwas weiß, bitte bei uns melden!

… die Bäume sind in der Erde, der Mutterboden verteilt – das Frühjahr könnte also schon kommen!?

… für ESPERANZA auf Sullivan arbeiten wir mit dem Runden Tisch Gemeinschaftliches Wohnen intensiv an einem Konzept für ein weiteres Projekt nach dem Mietshäuser Syndikatsmodell. Da ist also JETZT der richtige Zeitpunkt TEIL zu werden oder zumindest die Zeit, sich hinter die richtigen strukturellen Voraussetzungen zu stellen: Wege zum bezahlbaren Wohnen

… wir laden euch ein zu Offenen Türen in unser Haus (Sonntag 11. Dezember, 15.00 bis 18.00 Uhr) als letzte Aktion dieses Jahres. Alle, die beim Fest verhindert waren oder gerne nochmal vorbeischauen möchten – herzlich willkommen. Jahreszeitlich bedingt gibt es Glühwein und um 15/16/17 Uhr je eine kleine Führung.

Was bleibt ist Euch (und uns) ein schönes Jahresende und einen freundlichen Start ins neue Jahr zu wünschen!

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