Energie / Ökologie

Die Energiegewinnung

In Mannheim wird bei der Fernwärme auf Kohle gesetzt. Das ist aus unserer Sicht kein Modell für die Gegenwart, geschweige denn der Zukunft.

Deswegen entstand schon früh die Idee, uns von fossilen Energien komplett frei zu machen. Dachten wir dabei zu Beginn über eine Solarthermie unterstützte Pelletsheizung nach, so hat sich inzwischen unser Energiekonzept vor kurzem noch einmal komplett verändert und weiterentwickelt:

  • Zusammen mit der Energiegenossenschaft HEG aus Heidelberg haben wir unser Dach (ca. 250qm) mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet. Hieraus beziehen wir günstigen und „sauberen“ Strom für unsere MieterInnen (also uns), der benötigte Reststrom wird uns durch die HEG aus anderen grünen Quellen (einem Energieverbund von Energiegenossenschaften) garantiert.
  • Eine große solarthermische Anlage von fast 50 qm sichert uns die Warmwasserversorgung im Sommer und in der  Übergangszeit. Außerdem befüllt sie eine im Keller stehende Paraffinspeicheranlage mit Wärmeenergie. Hierbei wird die besondere Speichermöglichkeit des Aggregatwechsels von Medien (Paraffin) ausgenutzt.
  • Diese Speichermasse liefert uns die Energie für unsere Niedrigtemperaturheizung (35°C Vorlauftemperatur) und die Warmwasservorbereitung im Winter.
  • Eine Wärmepumpe übernimmt die Energiebereitstellung falls die Speicher leerfahren. Der Strom dazu kommt ebenfalls vom HEG-Dach.

Unser Haus wird damit fast autark und vor allem vom Verbrauchskonzept her komplett CO2 frei. Es findet keine Verbrennung statt!

Gleichzeitig wird in Verbindung mit den Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle die zu erwartende Warmmiete deutlich gesenkt.

Im August 2015 haben wir dafür eine Förderung von der Klimaschutzagentur Mannheim erhalten haben, vielen Dank dafür! Newsletter_Einzelförderung Umbau Turley

Verknüpfung von Wohnen und Verkehr!

Bereits seit Anfang der Planungen auf dem Turleygelände sind wir mit der Stadt Mannheim in der Diskussion um einen autofreien Stadtteil. Gelungene Beispiele wie das Vauban Gelände in Freiburg haben uns dazu ermutigt. Neben den gesundheitlichen Aspekten steht hier vor allem für uns auch die Kostenfrage im Vordergrund: mit einer Stellplatzverpflichtung und dem gleichzeitigen Trend zur Tiefgarage wird es auf Dauer keine günstigen Mieten geben. Autofreiheit bzw. Autoreduktion stehen in direktem Zusammenhang mit bezahlbaren Mieten!

Auch wenn wir mit der Idee eines autofreien Stadtteils in Mannheim gescheitert sind (verkehrsreduziert ist er immerhin geworden!), entstand für uns daraus eine konkrete weitere Idee:

Elektromobilität direkt durch unser Haus möglich zu machen und den BewohnerInnen günstig zur Verfügung zu stellen.

Gedacht ist hierbei an die Anschaffung von zunächst ein oder zwei Elektroleichtfahrzeugen (CITY-EL). Diese einsitzigen Fahrzeuge bilden von der Größe, dem Gewicht und der Reichweite her eine Lückenergänzung zwischen einem Fahrrad und einem PKW.

Im Rahmen der kollektiven Nutzung durch die BewohnerInnen des Hauses kann so eine gemeinsame Diskussion über Verkehr und erforderliche Mobilität entstehen: je nach Bedarf und Streckenlänge/ bzw. Personenzahl kann zwischen Fahrrad /ÖPNV/ E-Mobil und PKW entschieden werden. Bei weiterem technischen Fortschritt der Elektromobilität ist der Umstieg bei uns also bereits angelegt.

Der Strom für die E-Mobile ist natürlich selbstgemacht und kommt vom Dach, der Verbrauch pro Kilometer ist damit CO²- frei.

Sie können von allen MieterInnen im Rahmen einer kostendeckenden Umlage pro Kilometer genutzt werden. Damit wird Elektromobilität erschwinglich, hält Elektromobilität Einzug ins Mietshaus!