umBAU Geflüster September

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Spatenstich am 21. Juni – Beginn der Aushubarbeiten im Juli … am 9. September konnte man bereits auf der Bodenplatte stehen und schauen, wie sich die betonierten Innenwände gegen den Himmel reckten! Es ist spannend, den Betonprofis der Fa. Philipp & Wahl aus Ludwigshafen zuzuschauen – unglaublich, wie viele Details und Anschlüsse bereits im Rohbau zu beachten sind.

Im September schwebten dann die ersten massiven Holzaußenwände per Kran auf unsere Baustelle ein. Diese wurden für den Bauabschnitt Erdgeschoss zeitgleich unter Hochdruck bei der Fa. Elsässer auf der Friesenheimer Insel, also knapp 3 Kilometer Luftlinie entfernt vorproduziert.

Ab jetzt wird es Etage für Etage ein Zusammenspiel zwischen den Holz- und Betonbauern geben, laut unseres Architekturbüros Planwirkstatt werden die Holzwände für das 1. OG vermutlich bereits am 5.Oktober gestellt!

Zeitlich sind die Handwerker also ziemlich genau im Plan und wir sind superzufrieden mit ihrer Leistung, deren Planern und auch mit unserem Planer und Bauleiter der „Planwirkstatt“! Chapeau!!

Weitere Bilder auf dem Bautagebuch und ganz aktuell immer bei den Livebildern!

Unser Job als „Bauherrin“ besteht zwischenzeitlich in Terminen bei unseren Technikplanern in St. Leon-Rot, dem Büro Kalmbacher, die Auftragsvergaben Elektrik und Lüftung sind abgeschlossen. Für die Lüftung haben wir uns für ein besseres, Passivhaustaugliches Wandsystem entschieden – hier investieren wir für die etwas höheren Kosten die Gelder, die wir als Förderung von der Klimaschutzagentur Mannheim erhalten haben,vielen Dank dafür! (Newsletter_Einzelförderung Umbau Turley)!

Derzeit suchen wir noch an Mannheimer oder anderen Universitäten jemand, der seine Bachelor Arbeit (Fachrichtung Nachhaltige Energien) über unser Projekt schreiben will und sich in die Optimierung unserer Energiekomponenten einbringen will. Dabei soll auch die kollektive Nutzung unseres Hauses eine Rolle spielen.

Wir selbst als Gruppe stehen während des Baus natürlich unter Druck, immer wieder passieren eher verwaltungstechnische und bürokratische Dinge, die nicht unbedingt förderlich sind. Gleichzeitig wachsen wir als Personen und auch als Gruppe mit und gewinnen hier Souveränität. Und wenn auch das schnelle Wachsen unseres Hauses und das Sichtbar werden der Dimension unseres Vorhabens uns selbst manchmal noch ein bisschen Angst macht – es überwiegt doch der positive Eustress, den wir uns oft abends bei der Besichtigung der Baustelle abholen.

Nicht ohne Einfluss auf uns und unseren Bau ist natürlich die Entwicklung der Flüchtlingssituation: Wir diskutieren deshalb erneut, ob wir die zwei Wohnungen doch an Flüchtlinge vermieten. Da angesichts des völlig zerbombten Syriens (und Umgegend!) die Situation dort nachhaltig desaströs sein wird, wird auch hier in Mannheim dauerhaft mehr entsprechender Wohnraum gebraucht. Und – völlig richtig wie amnesty international und andere fordern – die Menschen müssen möglichst schnell weg aus den überfüllten Lagern, hinein in funktionierende Wohngebiete, wo Integration überhaupt stattfinden kann.Da wir als Projekt des Mietshäusersyndikats nicht spekulationsorientiert sind, ist es uns trotz hohen nachhaltigen und technischen Standards möglich, sehr preisgünstig zu bauen (wir rechnen immer noch mit 8,5 € Kalt- und 9 € Warmmiete, liegen derzeit 3000€ über den kalkulierten Kosten!), die Unterbringung sollte realisierbar sein.

Um es mit Frau Merkel zu sagen: „ja, WIR schaffen das!“ (und wir sind gespannt, ob hier die Geschäftsmodelle der anderen Investoren auf Turley flexibel mithalten können!).

Die sonstige Wohnungsvergabe ist nahezu abgeschlossen – wir freuen uns darauf, ein sehr kinderreiches Haus zu werden!

Außerdem nutzen wir die durch den Bau freiwerdende (?) Zeit, um uns wieder in die „Casino“ Diskussion auf Turley einzubringen: für die Struktur eines entsprechenden Kulturvereins, an dem wir uns beteiligen wollen, haben wir der MWSP einen Vorschlag gemacht!

Herzlichst – Wir von umBAU

UND AUSSERDEM:

Am 13. Oktober kommentieren wir auf Einladung des Seniorenbüros der Stadt Mannheim im  Rahmen des Europäischen Filmfestivals der Generationen den Films „Wir sind die Neuen“ (Mannheim, CinemaxX, N7,17; 18:30 Uhr)

Sehr interessant zum Thema Wohnen und Flüchtlinge ist der SWR2 Podcast, das Modell des MHS und auch die Holzbauweise kommen hier gut weg.

Interessant war für uns über Frankfurt zu lesen, wieder mit starken Analogien zu Mannheim: „Die Stadt ist nicht nur für die Reichen da“ Interview mit Andrej Holm in der FR (Veranstaltung  am 7.9. in Frankfurt!)

Alle Links und weitere Fotos sind natürlich auch auf unserer Homepage zu finden (hier haben wir ein „Bautagebuch“ eingerichtet, auf dem zeitnah die Entwicklung verfolgt werden kann)!

SIE KÖNNEN IN UNSERE SELBSTVERWALTETE MIETER_INNEN-INITIATIVE AUF TURLEY INVESTIEREN!!! Sprechen Sie uns an!